Löffler in Crildumersiel (Foto: Angelika Borkenstein)

„Wo aber Gefahr ist, wächst
Das Rettende auch.“
(Friedrich Hölderlin, 1808)

Willkommen beim Förderverein „Umweltschule in Europa Niedersachsen e.V.”

Die Weihnachtsferien und die Zeit „zwischen den Jahren“ ermöglichen uns ein wenig Abstand vom Schulalltag und lassen uns innehalten. Endlich haben wir Zeit für uns und unsere Lieben, vielleicht aber auch die Gelegenheit, über den Tellerrand zu schauen und perspektivisch zu denken.

Die sich verschärfende Klimakrise wirft die bange Frage auf, ob wir noch das Schlimmste verhindern können. Angesichts der anhaltenden Pandemie und vieler anderer Probleme in der Welt droht uns langsam die Puste auszugehen. Um was sollen wir uns denn noch alles kümmern? Wie sollen wir das schaffen? Und was ist, wenn die anderen nicht mitmachen?

Manche sagen, wir dürften die Hoffnung nicht aufgeben, denn sie gebe uns überhaupt erst die Kraft, etwas zu tun. Das leuchtet wohl ein, aber überzeugend finde ich es nicht. Denn der instrumentelle Blick auf die Hoffnung gleicht einem Zirkelschluss. „Hoffe, denn du brauchst die Hoffnung“ – da beißt sich die Katze in den Schwanz.

Meine Hoffnung hat aber durchaus andere Anlässe und Gründe. Gerade in letzter Zeit mehren sich Nachrichten, die durchaus Mut machen. Ich greife hier nur fünf heraus:

  • Der Klimagipfel in Glasgow war kein klimapolitischer Durchbruch, hat aber deutliche Signale für einen weltweiten Abschied von Öl, Gas und Kohle gesetzt.
  • Das Bundesverfassungsgericht hat die (alte) Bundesregierung im April 2021 dazu verpflichtet, das Klimaschutzgesetz im Sinne der Generationengerechtigkeit zu verschärfen.
  • Nach dem Urteil eines niederländischen Gerichts muss Shell, der größte Ölkonzern Europas, seine Treihausgasemissionen bis 2030 um 45% reduzieren.
  • Der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung stellt den Klimaschutz als durchgängiges Prinzip der Politik heraus.
  • Laut Infratest sehen 83% der Befragten im November 2021 einen sehr großen bzw. großen Handlungsbedarf beim Klimaschutz.

Es scheint tatsächlich so zu sein, dass die Verschärfung der Krise Gegenkräfte mobilisiert. Oder um es mit den Worten Friedrich Hölderlins zu sagen: „Wo aber Gefahr ist, wächst / das Rettende auch“.

Fokussieren wir uns auf das Rettende, schauen wir auf das, was Mut macht! Erzählen wir unseren Schülerinnen und Schülern davon, und entwickeln wir gemeinsam Ideen, selbst etwas zu tun. Lehrerinnen und Lehrer sollten nicht Agenten der Krise, sondern Hoffnungsträger sein.

Ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes neues Jahr!

Mit herzlichen Grüßen   Andreas Stückemann, 1. Vorsitzender          

                       Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist A-Stueckemann-Herbst.jpg

 

 

 

 

 

 

Kontakt: foerderverein@umweltschule-niedersachsen.de